Feine Materialien richtig bügeln

Dass Wolle und Feinwäsche nicht einfach zu bügeln sind, weiß wirklich jede Hausfrau, die fast täglich mit dem Bügeln von Wäsche beschäftigt ist. Mit einem Dampfbügeleisen bleibt die Struktur des Stoffes am besten erhalten.

Wolle und Feinwäsche setzen eine schonende Pflege voraus

BügeleisenFotolia_54091830_XS© ipag - FotoliaZur Feinwäsche zählen Textilien, welche besonders empfindlich sind und daher ein extra Augenmerk bei der Pflege in Anspruch nehmen. Feinwäsche enthält u. a. folgende synthetische beziehungsweise chemische Bestandteile:

- Acetaten
- Polyacryl
- Polyamid
- Polyester

Neben den chemischen und synthetischen Fasern können auch tierische bzw. natürliche Fasern wie Seide oder Wolle verarbeitet sein. Hohe Temperaturen sind beim Bügeln generell zu vermeiden, da der Stoff verzerrt oder verknittert werden kann. Zudem können zu hohe Temperaturen zersetzende Folgen haben, was dazu führen kann, dass ganze Materialschichten am Bügeleisen haften bleiben.

Ebenso wie bei Feinwäsche sollte das Waschen und Bügeln von Wollwäsche äußerst schonend erfolgen. Wolle kann u.a. aus Schurwolle, Kaschmir, Kamelhaar, Alpaka oder Yak bestehen. Im Vergleich zur Feinwäsche besitzt sie einige Vorteile: Auf Grund der positiven Eigenschaften ist die Bügelpflege und das Reinigen nicht ganz so aufwendig:

- Wolle kann Körperwärme optimal speichern.
- Wolle ist wasserabweisend und kann hohe Mengen an Wasserdampf aufnehmen.
- Schmutz wird von den elastischen Fasern abgewiesen.
- Die Fasern sind nicht entflammbar.
- Wolle hat eine Selbstreinigungsfunktion.
- Im Vergleich zu Synthetikfasern werden keine Gerüche aufgenommen.
- An der Luft werden Gerüche einfach abgestoßen.
- Schweiß wird chemisch gebunden und neutralisiert.

Beim Bügeln muss besonders auf die Temperatur geachtet werden

Nicht nur bei der Wäsche von Wolle und Feinwäsche kann einiges verkehrt gemacht werden, sondern auch beim Bügeln kann einiges schiefgehen. Das optimale Bügeln wird bei beiden Stoffarten am besten mit einem Dampfbügeleisen vorgenommen.

Haben Sie die Pflegehinweise bei der Feinwäsche beachtet und in der Waschmaschine oder von Hand gespült, steht das Bügeln an. Insbesondere bei synthetischer Feinwäsche darf nur leicht heiß gebügelt werden. Die Temperatur sollte die Grenze von 150 ° Celsius zu keiner Zeit überschreiten. Daher ist hier das Bügeln mit einem Dampfbügeleisen von Vorteil. Ohne ein solches Bügeleisen sollten sie unbedingt ein feuchtes Tuch zwischen den Stoff und das Bügeleisen legen. Um den Kleidungsstücken nicht zu schaden, sollte ein zu starkes Aufpressen auf den Stoff vermieden werden.

Bei Seide ist darauf zu achten, dass nur mit trockener Luft von links nach rechts gebügelt wird. Dampf oder Wassertropfen können ansonsten Flecken auf dem feinen Stoff hinterlassen. Diesen Fehler wird das Kleidungsstück nicht verzeihen, und es ist lediglich noch ein Fall für die Altkleidersammlung. Bei Baumwolle wird nur in leicht feuchtem Zustand gebügelt. Dasselbe Vorgehen gilt bei Materialien wie Hanf oder Leinen. Auch bei diesen Naturstoffen wird von links gebügelt.

Naturwolle reagiert allergisch auf heiße Temperaturen

Naturwolle sollte beim Bügeln stets mit einem feuchten Tuch abgedeckt oder einem Dampfbügeleisen gebügelt werden. Bei zu hoher Temperatur verliert die Naturwolle ihre natürliche Elastizität.

Naturwolle sollten Sie immer mit einem feuchten Zwischentuch oder mit Dampf mäßig heiß bügeln. Stellen Sie die Temperaturen zu hoch ein, verliert die Wolle ihre Elastizität. Auf der Online-Plattform von Bosch können Sie einen guten Überblick geeigneter Bügeleisen erhalten.


Tipps, die Sie interessieren könnten

Fettflecken auf Krawatten waschen sich nicht einfach raus. Um Fettflecken auf Krawatten zu entfernen, bedarf es viel Mühe – oder eines Haushaltstipps.
Während neue Frotteetücher flauschigweich sind, ähneln ältere oft eher einem Putzlappen. Daran ändert auch der Einsatz von Weichspüler wenig. Mit nur wenig Mühe schaffen Sie es, dass Ihre Frotteetücher immer flauschigweich wie am ersten Tag bleiben.