10 Tipps gegen Insekten

Sommerzeit ist auch Insektenzeit. Durch offene Türen und Fenster schwirren sie bei Tag und Nacht in die Wohnung, machen sich über Obst und andere Nahrungsmittel her, stechen uns oder saugen gar Blut, was zu heftigen Entzündungen führen kann.

Doch ist man den Insekten nicht hilflos ausgeliefert. Mit einigen wenigen Dingen, die man im Sommer beachten muss, kann man zumindest das Ausmaß der Insektenplage im Zaum halten.

Tipp 1 gegen Insekten

Türen und Fenster geschlossen halten. Um trotzdem nicht bei geschlossenen Fenstern in brütender Hitze sitzen zu müssen, lassen sich Fliegengitter und ähnliche Insektenschütze an Türen und Fenstern anbringen. Solche Gitter gibt es für wenig bis etwas mehr Geld. Empfehlenswert sind auch dies Gitter und dies.

Tipp 2 gegen Insekten

Fenster abends schließen, alternativ Zuhänge vorziehen. Im Sommer lüftet man am besten über Nacht und hält am Tage die Fenster fest verschlossen. So verhindert man wirksam, dass die warme Luft durch offene Fenster in die Wohnung dringt. Nachts, wenn es kühler ist, kann man hingegen lüften und wirksam für Abkühlung sorgen. Problematisch sind Insekten wir Nachtfalter, die vom Licht angezogen werden. In Räumen, die abends benutzt werden und wo Licht brennt, zieht man am besten die Gardinen oder das Rollo zu. Schwere, lichtundurchlässige Stoffe eignen sich dabei besonders.

Tipp 3 gegen Insekten

Herumstehende Nahrungsmittel ziehen Fliegen und Mücken magisch an. Darum keine Nahrungsmittel offen herumstehen lassen. Alles, was nicht im Kühlschrank aufbewahrt wird, gehört in verschließbare Dosen etc. Obst wird mit einem Gitter abgedeckt. Besonders Süßigkeiten und unverschlossene Fruchtsäfte werden meilenweit von Insekten gerochen.

Tipp 4 gegen Insekten

Auch Nahrungsmittelreste sollen nicht zu lange herumstehen. Gerade gärendes oder faulendes Obst, aber auch sonstige Speisereste ziehen Fliegen an. Daher das, was nicht entsorgt werden soll, im Kühlschrank oder sonstwie fliegensicher verwahren, und den Hausabfall im Sommer öfter aus der Wohnung zur Müll- oder Biotonne bringen.

Tipp 5 gegen Insekten

Leere Flaschen ausspülen, da sonst die Reste in Cola und Fruchtsäften Insekten anlocken.

Tipp 6 gegen Insekten

Wenn man sich die Mühe machen will, kann man selbstgemachte Insektenfallen aufstellen. Wirksam ist zum Beispiel eine Mischung aus Limonade, Fruchtsaft oder Cola, Essig und etwas Spülmittel. Ein Tropfen Spülmittel genügt, er dient nur dazu, die Oberflächenspannung der Flüssigkeit zu zerstören, damit Insekten sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien können. Insektenfallen aber nicht im Haus aufstellen, das lockt nur unnötig Insekten an, sondern vor der Haustür, auf der Terrasse oder dem Balkon.

Tipp 7 gegen Insekten

Gegen Fliegen, Mücken, Wespen und vermeintlich weitere harmlose Insekten gibt es ein ganzes Arsenal an „Waffen“. Klassisch ist die Fliegenklatsche, die sich seit jeher bewährt hat. Hingegen sind elektrische Fliegenklatschen eher eine Spielerei.

Fliegenfänger, die man unter die Zimmerdecke hängt, sind ebenfalls alt und haben sich bewährt. Ein gutes Produkt ist dies.

Fraßköder halten wir hingegen für eher unwirksam. Im Test haben alle Insekten einen Bogen um den angeblich wirksamen Fraßköder gemacht.

Bei elektrischen Insektenfängern, die mittels UV-Licht Insekten anlocken und mit Strom töten (auch Insektenlampe genannt), waren die Testergebnisse ambivalent. Billige wie dieses Gerät erwiesen sich in unserem Test als vollkommen wirkungslos, das ist rausgeworfenes Geld. Teure Produkte wie dies funktionierten gut, aber auch nicht perfekt. Allerdings, das sollte man vor einem Kauf bedenken, wirken diese Fänger in erster Linie gegen Falter.

Gegen Stechmücken helfen seit eh und je Mückenstecker wie dieser und dieser. Sie werden einfach in eine Steckdose gesteckt. Die Technik ist nicht neu, hat sich aber bewährt, weswegen es die Stecker auch heute noch zu kaufen gibt.

Tipp 8 gegen Insekten

Gegen Lebensmittelmotten wie auch Kleidermotten hilft Prävention. Eingekaufte Lebensmittel (auch Hundefutter etc.) sofort nach dem Einkauf auf Befall kontrollieren und sofort umverpacken. Pappkartons etc, in denen sie verpackt sind, sind kein Schutz gegen Lebensmittelmotten. Verschließbare Gläser etc. können dagegen nicht von Lebensmittelmotten überwunden werden.

Gegen Kleidermotten hilft es, niemals Kleidung, insbesondere getragene, offen herumliegen zu lassen. Die Winterkleidung sicher verwahren. Früher war die berüchtigte Mottenkiste üblich, heute kann man auch Vakuumbeutel verwenden.

Tipp 9 gegen Insekten

Im Wald lauert eine besonders große Gefahr: Zecken. Sie tragen in sich die Erreger der schweren Krankheiten Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), zugleich sind sie aber auch Krankheitsüberträger von Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen oder Neoehrlichiose. Um eine Ansteckung mit diesen gefährlichen Erkrankungen zu vermeiden, kann man natürlich Wald und Wiese meiden. Wer nicht auf einen Spaziergang oder eine Radfahrt im Wald verzichten will, tut gut daran, sich mit Autan einzusprühen. Einen sehr wirksamen Schutz bietet aber auch lange Kleidung. Insbesondere die Beine müssen mit langen Hosen geschützt werden, weil Zecken im Unterholz und Gras lauern. Auch Haustiere wie Hunde werden von Zecken befallen. Sobald man wieder zu Hause ist, muss daher das Fell von Hunden genauestens auf Zeckenbefall untersucht werden.

Auch in Zoos und anderen Tiergärten können große Gefahren lauern. Verschiedenste, auch für Menschen gefährliche Insekten können sich zwischen den Tieren aufhalten. Gefährdet sind besonders Menschen mit einer Immunschwäche. Wer älter ist oder an einer schweren Krankheit leidet, befolgt am besten die Tipps, die auch gegen Zecken im Wald helfen.

Wird man von harmlosen Insekten gestochen, kann ein Stichheiler helfen. Dies wurde nicht von uns getestet, daher können wir keine eigene Erfahrung schildern, aber viele Menschen berichten Gutes von solchen Stichheilern.

Tipp 10 gegen Insekten

Öfters duschen und die Kleidung wechseln. Sicherlich duschen Sie mehr als einmal pro Woche oder gar täglich, daher hört sich der Tipp vielleicht zunächst seltsam an, aber im Sommer schwitzen wir sehr stark, abhängig von körperlicher Belastung (Arbeit, Sport) und Körpergewicht sogar extremst. Da viele Insekten, die den Menschen als „Beute“ auserkoren haben (Kleidermotten, Stechmücken etc.), ein sehr feines Geruchsvermögen haben, genügt nicht das tägliche Wechseln der Kleidung und einmalige Duschen. An besonders heißen Tagen mit Temperaturen über 30 Grad, sollte man mehrfach am Tag die Kleidung wechseln, sobald sie vom Schweiß durchweicht ist, und auch mehrmals duschen oder sich zumindest zwischendurch kurz am Waschbecken waschen. Hier genügt es schon, wenn man sich an den Stellen, wo man besonders stark schwitzt und wo der Schweiß nicht abfließen kann (Intimbereich, Achselhöhlen, Kniekehlen, Füße) gründlich wäscht. Ist man unterwegs, kann man sich mit einem Gästetuch behelfen, mit dem man den Schweiß aufnehmen kann.


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